Elke Gundel
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die Bundeskommission der AK des DCV e. V. hat auf ihrer Sondersitzung am 27.09.2014 einen Beschluss über Eckpunkte der Einigung der Mitglieder der Bundeskommission der AK zur Vergütungsrunde 2014/2014 für die Mitarbeitenden der Caritas gefasst. Die Regionalkommission Mitte hat am 02.10.2014, die Regionalkommission Baden-Württemberg am 08.10.2014 einen Übernahmebeschluss gefasst. Diese drei Beschlüsse werden jeweils in einer kurzen Zusammenfassung vorgestellt.
Die Kirchen verlangen – legitimiert durch ihr Selbstbestimmungsrecht – von ihren Mitarbeitern die Einhaltung besonderer Loyalitätspflichten, die mitunter tief in deren grundrechtlich geschützte Rechte eingreifen. Kollidieren nun diese beiden Rechtsgüter, müssen beide Positionen in einen schonenden Ausgleich gebracht werden, um sowohl den Schutz der Arbeitnehmer vor einem unberechtigten Eingriff in deren Grundrechte als auch dem kirchlichen Selbstbestimmungsrecht ausreichend Rechnung tragen zu können. Damit zusammenhängenden Fragestellungen geht Benjamin Bruchmann nach.
In der Diakonie in Niedersachsen wird mit dem am 19.09.2014 mit ver.di abgeschlossenen Tarifvertrag erstmals ein Übergang vom Dritten Weg in den Zweiten Weg vollzogen. Mit dem Tarifvertrag wurde am selben Tag eine Schlichtungsvereinbarung zwischen dem Diakonischen Dienstgeberverband Niedersachsen e. V. und ver.di getroffen, die von Helge Martin Krollmann näher beleuchtet wird. Inhaltlich verpflichten sich beide Seiten darin, sich zunächst auf das Schlichtungsverfahren einzulassen.
Mit dem Abschluss des DRK-Reformtarifvertrages haben sich die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes (BTG) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) entschieden, von der Übernahme der Regelungen des Bundesangestelltentarifvertrages (BAT) bzw. des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD) Abstand zu nehmen, und sich so neue Möglichkeiten der Tarifgestaltung eröffnet, um den speziellen Anforderungen als nationale Rotkreuzgesellschaft und anerkannter Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege besser gerecht zu werden. Alfons Gros und Jörg Pfeffinger stellen die Hintergründe und die Entwicklung dieses Reformprozesses sowie die derzeitigen tarifpolitischen Schwerpunkte vor und geben einen kurzen Ausblick auf die künftigen Herausforderungen.
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Ihre
Elke Gundel