Elke Gundel
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die vergangenen 15 Jahre waren für alle caritativen Einrichtungen und vor allem Krankenhäuser mit zahlreichen Umbrüchen verbunden. Insbesondere die prekäre Finanzierungssituation veranlasste viele Träger zum Outsourcing. Neben „externem Outsourcing”, bei dem die Leistungen durch einen Fremdanbieter erbracht werden, kam es vor allem zu „internem Outsourcing” an eigene Beteiligungsgesellschaften. Dabei wurde zumeist darauf verzichtet, die von dem Outsourcing betroffenen Mitarbeitenden nach § 613a BGB auf den Outsourcing-Partner überzuleiten. Stattdessen wurden die Mitarbeitenden schlicht „gestellt”. Viele dieser Konstrukte waren bereits in den 2000er-Jahren am Maßstab des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes zu messen; tatsächlich aber dachte kaum ein Träger an dieses Gesetz. Der schillernde, wenngleich gesetzlich nicht bekannte Begriff der – erkennbar auf Dauer angelegten – „Gestellung” schien das Allheilmittel. Seit dem Jahr 2017 ist die Höchstüberlassungsdauer nunmehr gesetzlich auf 18 Monate beschränkt. Die kirchlichen Regelungsgeber haben hierauf reagiert; zuletzt hat die Arbeitsrechtliche Kommission mit § 24 AVR-Caritas eine Bestimmung geschaffen, die eine längere Überlassung von Personal ermöglichen soll. Sebastian Witt und Dr. Jörg Vogel geben einen Überblick über die Regelungen des drittbezogenen Personaleinsatzes in Einrichtungen der Caritas und Diakonie und beleuchten dabei die Regelungen der AVR-Caritas bzw. des BAT-KF sowie ihre praktischen Auswirkungen.
Die Flexibilisierung der Arbeit ist neben der Digitalisierung und der Globalisierung eines der zentralen Themen, die unter der Überschrift Arbeit 4.0 diskutiert werden. Die Flexibilisierung betrifft dabei vor allem die Arbeitszeit, aber auch den Arbeitsort. Kann der Mitarbeiter seine Arbeitsleistung in der eigenen Wohnung erbringen, wird heute vielfach vom Homeoffice gesprochen. Diese Art der Tätigkeit im häuslichen Arbeitszimmer ist an sich nicht neu, der Begriff des Homeoffice umfasst aber darüber hinaus auch neue Beschäftigungsformen. Prof. Dr. iur. Uwe Meyer geht der Frage nach, wie diese aussehen können, und zeigt die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Homeoffice – weit gespannt über alte und neue Beschäftigungsformen – auf.
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