Elke Gundel
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Gedanken zur Zukunft des kirchlichen Arbeitsrechts in Caritas und Diakonie macht sich Prof. Dr. Klaus Baumann in seinen Überlegungen zum christlichen Ethos in Freier Wohlfahrtspflege. Die jüngste Rechtsprechung des EuGH und des BAG mit Auswirkungen auf das kirchliche Arbeitsrecht in Deutschland stützte sich vor allem auf die Antidiskriminierungsrichtlinie der EU aus dem Jahr 2000, insbesondere auf den Begründungsbedarf von Unterscheidungen „angesichts des Ethos der Organisation”. Der Beitrag fragt nach dem Verständnis des Begriffs „Ethos der Organisation” im Kontext von Religion(en), in denen aus religionswissenschaftlicher Sicht das Ethos eine Kerndimension bzw. ein Strukturprinzip darstellt.
Mit aktuellen Entwicklungen im Spannungsverhältnis zwischen dem individuellen Grundrecht der Religionsfreiheit und dem Selbstbestimmungsrecht kirchlicher Arbeitgebereinrichtungen beschäftigt sich Prof. Dr. iur. Hans-Joachim Bauschke. Seit einigen Jahren ist das Thema in den Mittelpunkt heftiger Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit geraten, aber auch zum Gegenstand juristischer Diskussionen und vor allem unterschiedlicher, teilweise kontroverser Entscheidungen verschiedener nationaler und supranationaler Gerichte geworden. Der Beitrag versucht – bei Darstellung auch des Kontexts zu weiteren wichtigen Entscheidungen –, die Konflikte zu benennen und dort, wo dies möglich ist, Ansätze zu deren Bewältigung aufzuzeigen.
Aktuelle Ergebnisse der Grundauswertung zur caritasweiten Betriebsumfrage „Caritaspanel 2018” stellen Dr. Pascal Krimmer und Marcel Pietsch vor. Seit 2015 baut die Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes e. V. gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) eine neue Datenbasis mit Informationen über die Rechtsträger der Caritas mit ihren Einrichtungen und Diensten auf. Wie in den vergangenen Befragungswellen werden auch zur aktuellsten Erhebung grundlegende Ergebnisse vorgestellt und den Resultaten der 2016er-Befragung gegenübergestellt. Kernthemen des Beitrags sind die Beschäftigungsentwicklung, die Altersstruktur, die Ausbildungssituation sowie die beiden neuen Themenkomplexe Digitalisierung und Arbeitsplatzattraktivität.
Für Leserinnen und Leser gibt es die ZAT – im Rahmen eines Abonnements ohne zusätzliche Kosten – im Internet unter www.zat-online.de. Mit den kommenden Ausgaben aufbauend, werden Sie hier neben den in der Zeitschrift vorgestellten Inhalten weitere Informationen rund um das Arbeitsrecht und die Tarifpolitik in Kirche und Caritas finden. Erforderlich ist lediglich eine Registrierung mit dem im Heft im Editorial abgedruckten Code.
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Elke Gundel
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