Elke Gundel
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
mit den Rechtsfolgen des Betriebsübergangs beim Systemwechsel zwischen weltlichem Betrieb und kirchlicher Einrichtung setzt sich Prof. Dr. Hermann Reichold auseinander. Einen Betriebsübergang zwischen weltlichem Betrieb und kirchlicher Einrichtung bzw. umgekehrt zwischen einer „Dienstgemeinschaft” und dem normalen Betrieb dürfte es eigentlich gar nicht geben. Denn hier kreuzen sich verschiedene Systeme. Das lässt sich daran plausibel machen, dass – jedenfalls – eine amtskirchliche Dienststelle bzw. Einrichtung einem Systemwechsel überhaupt nicht zugänglich ist. Der Betriebsübergang ereignet sich daher nur an der Peripherie kirchlichen (bzw. staatlichen) Handelns.
Dr. Elisabeth Hartmeyer und Bernhard Slatosch stellen das neue Pflegeberufegesetz mit seinen wesentlichen Inhalten und Herausforderungen für die Praxis vor. Der Paradigmenwechsel, der sich in der Ausbildung der Pflegeberufe vollzieht, wird sich nicht nur auf die Anwendung der neuen gesetzlichen Regelungen sowie die Verwendung der neuen Bezeichnungen „Pflegefachmann” oder „Pflegefachfrau” beschränken. Insbesondere die Träger der praktischen Ausbildung müssen sich auf einen größeren organisatorischen Aufwand und einen deutlich höheren fachlichen Anspruch einstellen.
Michael Scheer bietet einen ersten Überblick zu verbindlichen Einigungsstellen in der evangelischen Kirche und der Diakonie. Zum Jahresbeginn 2020 trat die Neufassung des § 36a MVG-EKD in Kraft, wonach Einigungsstellen auf Antrag einzurichten sind und verbindlich über Regelungsstreitigkeiten in organisatorischen und sozialen Angelegenheiten zwischen Dienststellenleitung und Mitarbeitervertretung entscheiden.
Prof. Dr. phil. Franziskus von Heereman unternimmt einen philosophischen Blick auf den Auftrag der Caritas. Mit Caritas ist dabei sowohl der Grundvollzug christlich motivierten Helfens als auch, weil zu diesem gehörig, die Institution „Caritas” gemeint. Die philosophische Behandlung dieses Themas ist deshalb kein ganz unkompliziertes Unterfangen, weil die Caritas als Wirklichkeit der Kirche so wenig wie diese von der Philosophie erschöpfend behandelt werden kann.
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