Elke Gundel
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
das Heft 4 der ZAT in diesem Jahr eröffnet Herr Dipl.Verww. Norbert Altmann mit einem Bericht aus der Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes e. V. über den aktuellen Tarifbeschluss für Ärztinnen und Ärzte. Darüber hinaus werden die weiteren Beschlüsse der AK Caritas dargestellt.
Darauf folgt ein Bericht aus der Regionalkommission Ost von Herrn Diplom-Jurist und Diplom-Verwaltungswissenschaftler Jan-Wout Vrieze zur Tarifautomatik und Ost-West-Angleichung: Der Autor erläutert den neuen Eckpunktbeschluss der Regionalkommission Ost und zeigt auf wie durch diesen Beschluss der Bundesmittelwert bis zum Jahr 2027 auch in den östlichen Bundesländern erreicht wird.
Herr Prof. Dr. Felix Hartmann, LL.M. (Harvard) aus Berlin hinterfragt kritisch den kirchlichen Einfluss auf staatliche Mindestarbeitsbedingungen: Nach seiner Analyse greifen staatliche Mindestarbeitsbedingungen, die auch einen Geltungsanspruch für den Bereich der Religionsgesellschaften erheben, in das kirchliche Selbstbestimmungsrecht ein. Der Gesetzgeber gewährt deshalb kirchlichen Stellen Beteiligungsrechte. Eine kirchliche Verfahrensbeteiligung von bislang ungekannter Intensität sieht seiner Meinung nach die umstrittene Neufassung des § 
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AEntG durch das Pflegelöhneverbesserungsgesetz vor. Sein Beitrag befasst sich deshalb mit der übergeordneten Frage, welche Mindestanforderungen das Selbstbestimmungsrecht an die Verfahrensbeteiligung stellt und welche Grenzen sich für den kirchlichen Einfluss aus anderen Verfassungsgütern ergeben.
Frau Dr. iur. can., lic. iur. can. Evelyne Menges, Rechtsanwältin aus München zeigt in ihrem Beitrag auf, dass der katholische Sonderweg bei der Ausgestaltung und Strukturierung der so genannten Einigungsstellen eine Schwächung der Institution als solche darstellt. Weiterhin beschreibt sie die Struktur der katholischen Einigungsstellen und den dortigen Verfahrensablauf.
Das Autorenteam Marcel Pietsch, Dr. Pascal Krimmer und Prof Dr. Lutz Bellmann beschreibt in seinem Beitrag die Bedeutung der Corona-Pandemie für das mobile Arbeiten in Caritas und SAGE-Berufen (SA wie Soziale Arbeit, G wie Gesundheit und Pflege, E wie Erziehung und Bildung; früher als „Care-Berufe” bezeichnet). Sie geben einerseits einen Ausblick auf die neue Befragungsrunde des Caritaspanels 2020 zum mobilen Arbeiten und bieten andererseits eine Zusammenfassung bisheriger Forschungsergebnisse.
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