Ausgabe 1_2014, Startseite II
Anspruchsvolle Führungssituationen wertschätzend gestalten
Immer wieder berichten Mitarbeitende, „nicht genügend wertgeschätzt zu werden”. Und obwohl es sich alle anders wünschen, sind diese Rückmeldungen nicht die Ausnahme: 2008 gab es eine groß angelegte Studie zu genau diesem Thema; dabei war ein zentrales Ergebnis, dass 58 % der Beschäftigten in Europas Unternehmen sich nicht ausreichend wertgeschätzt fühlen. Wertschätzung als Führungsthema beinhaltet dabei weit mehr als „einfach nur” eine Form der Personalführung und Teamarbeit, die von Fairness und Respekt geprägt ist. Vielmehr handelt es sich um ein Führungskonzept, das auf den lösungs- und ressourcenorientierten Grundannahmen des systemtheoretischen Ansatzes beruht. Im Gegensatz zur Problem- oder Fehleranalyse beleuchtet die „Wertschätzende Befragung (Appreciative Inquiry)” die Potenziale und Stärken von Menschen und Organisationen, um ausgehend von einem positiven Selbstbild Arbeitsbeziehungen wertschätzend zu gestalten und Veränderungsprozesse in die Wege zu leiten. Die Wertschätzende Führung ist Grundhaltung und Methode zugleich. Das Konzept der Wertschätzenden Führung findet im Seminarangebot in zwei Abschnitten an der Fortbildungs-Akademie des DCV in Freiburg (Abschnitt I: 09. bis 10.07.2014; Abschnitt II: 17. bis 18.11.2014) durch das Thema „Scham im organisationalen Kontext” eine weitere Konkretisierung. Der Themenkomplex „Wertschätzende Führung und Scham” hat es in sich. Im Seminar gehen Theorie und Praxis eine verständnisvolle Liaison ein und vermitteln spannende Einsichten darüber, wie anspruchsvolle Führungssituationen auch in stressgeladenen Momenten nicht beschämend, sondern souverän und wertschätzend gestaltbar sind. Das Seminar wendet sich arbeitsfeldübergreifend an Führungskräfte mit Personalverantwortung aus Verbänden, sozialwirtschaftlichen Unternehmen,
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Non-Profit-Organisationen sowie sozialen Diensten und Einrichtungen. Nähere Informationen finden sich unter http://www.fak.caritas.de.
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