Ausgabe 1_2015, Startseite II
Tarifabschluss von VKA und Marburger Bund für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern
Die Dienstgeberseite des Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbands (AK Caritas) bewertet den Tarifabschluss zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und dem Marburger Bund für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern gegenüber den ursprünglichen Forderungen insgesamt als maßvoll. Für Caritas-Einrichtungen sind aber eigene Lösungen gefragt, da sie überwiegend zu den kleinen und mittleren Krankenhäusern zählen. Die Dienstgeberseite der AK Caritas begrüßt die Einigung zwischen der VKA und dem Marburger Bund im Tarifstreit für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern als gutes Signal für die eigenen Verhandlungen mit der Mitarbeiterseite der AK Caritas über die Tarife für rd. 30.000 Ärzte in 350 katholischen Krankenhäusern bundesweit. Die Verhandlungen bei der Caritas starten voraussichtlich am 26.03.2015. Für die katholischen Krankenhäuser kann der Abschluss jedoch nur eingeschränkt als Vorlage dienen, v. a. was die vereinbarten Veränderungen bei den Bereitschaftsdiensten betrifft. „Zwar bleibt der Abschluss deutlich unter dem, was ursprünglich gefordert wurde. Dennoch müssen wir für den Bereich des Caritas-Tarifs AVR genau prüfen, was für unsere Einrichtungen vertretbar ist, denn die katholischen Krankenhäuser haben, anders als die kommunalen, in der Mehrzahl weniger als 500 Betten”, sagt Ingo Morell, Sprecher der Arbeitsgruppe für die Tarifrunde Ärzte auf Dienstgeberseite der AK Caritas. Dass sich die Forderung des Marburger Bundes, die Anzahl der Wochenenddienste auf höchstens zwei pro Monat zu beschränken, nicht durchsetzen konnte, begrüßen auch die Caritas-Dienstgeber: Schon heute erfüllen die katholischen Krankenhäuser die EU-Richtlinien und gehen mit eigenen Betriebsvereinbarungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie häufig weit darüber hinaus.
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