Ausgabe 2_2015, Startseite II
Neuregelung der Vergütung von Pflegelehrerinnen und -lehrern
Als erster großer Arbeitgeber von Pflegelehrerinnen und -lehrern hat die Caritas die Vergütung von Lehrkräften in der Altenpflege sowie im Gesundheits- und Sozialwesen tariflich von Grund auf neu gestaltet. Auf die neue Anlage 21a zu den Richtlinien für Arbeitsverträge des Deutschen Caritasverbandes e.V. (AVR) einigten sich Dienstgeberseite und Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission einstimmig in ihrer Sitzung in Mainz am 26.03.2015. Entstanden ist ein neues System von Tätigkeitsmerkmalen für diesen Bereich, das nun auch akademische Bildungsabschlüsse berücksichtigt, die teilweise gesetzlich vorgeschrieben sind, aber bislang nicht angemessen honoriert wurden. Bisher waren die Pflegelehrkräfte im Caritas-Tarifsystem, wie es auch im öffentlichen Dienst und bei anderen Arbeitgebern noch der Fall ist, i. d. R. im Bereich des Pflegedienstes eingruppiert und wurden als Unterrichtsschwestern oder -pfleger vergütet. Durch die neue Regelung können die inzwischen häufig höher qualifizierten Pflegelehrkräfte bis zu 20 % mehr Gehalt erreichen: Lagen die Bezüge für einen Pflegepädagogen mit Masterabschluss bisher je nach Berufserfahrung zwischen monatlich 3.000 € und 4.000 €, so sind jetzt bis zu 4.800 € möglich. Das entspricht auch den Gehältern angestellter Lehrerinnen und Lehrer, die nach landesrechtlichen Regeln bezahlt werden. Die Caritas beschäftigt deutschlandweit rd. 2.000 Pflegelehrerinnen und -lehrer an rd. 250 Pflege-Schulen.
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