Ausgabe 2_2015, Startseite III
Verhandlungen über Ärzte-Vergütung in den Regionalkommissionen
Nach den Tarif-Abschlüssen für die Vergütung von Ärzten im öffentlichen Dienst und bei der Diakonie hat nur auch die Caritas auf Bundesebene eine erste Entscheidung zur Tariferhöhung für Ärzte getroffen. Die Dienstgeberseite begrüßt die schnelle Einigung mit der Mitarbeiterseite auf Bundesebene, geht aber davon aus, dass bei den nun folgenden Runden in den sechs Regionalkommissionen v. a. über den Zeitpunkt der einzelnen Erhöhungsschritte weiter verhandelt wird. Hintergrund ist, dass die katholischen Krankenhäuser – anders als die kommunalen – in der Mehrzahl weniger als 500 Betten haben. Kleine Krankenhäuser belastet die beschlossene Tarifsteigerung deutlich heftiger als große Einrichtungen. Gerade bei der neuen Vergütungsstruktur von Bereitschaftsdiensten, die sich an der Qualifikation der Ärzte orientiert, ist das der Fall, weil weniger Ärzte für die Dienste zur Verfügung stehen. Die ebenfalls paritätisch mit Vertretern der Dienstgeberseite und Mitarbeiterseite besetzten Regionalkommissionen können von den Werten, die auf Bundesebene beschlossen worden sind, in ihren Beschlüssen bis zu 20 % nach oben oder nach unten abweichen. Die Regelung auf Bundesebene sieht 2,2 % mehr Lohn ab dem 01.01.2015 und weitere 1,9 % ab dem 01.12.2015 sowie eine Erhöhung der Vergütung des Bereitschaftsdienstes und eine neue Struktur ab dem 01.06.2015 vor – entsprechend dem Tarifbeschluss von VKA und Marburger Bund. Die neuen Tarife werden für rd. 30.000 Ärzte in 350 katholischen Krankenhäusern bundesweit gelten.
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