Ausgabe 4_2015, Startseite II
RK Nordrhein-Westfalen: Keine Einigung über Tariferhöhung für Ärzte
Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Vergütung von Ärztinnen und Ärzten an katholischen Krankenhäusern der mitarbeiterstärksten Region der Caritas Nordrhein-Westfalen endete am 01.07.2015 in Essen ergebnislos, nachdem die Mitarbeiterseite das Angebot der Dienstgeber abgelehnt hatte. Alle anderen paritätisch mit Vertretern der Mitarbeiter und Dienstgeber besetzten Regionalkommissionen der Caritas in Deutschland haben inzwischen Beschlüsse zur Ärztevergütung gefasst. „Die Mitarbeiterseite ignoriert die besondere Situation der Caritas-Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen”, sagt Norbert Altmann, der Verhandlungsführer der Dienstgeberseite. „Die katholischen Krankenhäuser sind in der Mehrzahl kleinere Einrichtungen mit unter 500 Betten im Bereich der Grundversorgung. Gerade in Nordrhein-Westfalen wollen wir diese Standorte sichern. Dazu passt die Forderung der Mitarbeiterseite nicht, denn die höheren Personalkosten durch Tarifsteigerungen bei den Ärztinnen und Ärzten trifft diese Häuser am stärksten.” Die Dienstgeberseite hatte zuletzt eine zweistufige Erhöhung der Medizinergehälter um insgesamt 4,1 % angeboten, nämlich 2,2 % ab Januar und weitere 1,9 % ab Dezember 2015. Die Erhöhung entspricht dem Bundesbeschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission vom März 2015. Zusätzlich sollten die Entgelte für Bereitschaftsdienste ab dem Juni und in einer zweiten Stufe im Dezember erhöht werden. Die Mitarbeiterseite lehnte dies ab und hielt an ihrer Forderung fest, die Tarife bereits früher zu erhöhen oder die bereits früher erfolgte Tariferhöhung für Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern durch eine Einmalzahlung auszugleichen.
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