Ausgabe 2_2013, Startseite IV
Höhere Pflegeentgelte im Kampf gegen den Pflegenotstand
Die neue niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) will dem drängenden Pflegenotstand im Land den Kampf ansagen und sich für höhere Pflegeentgelte einsetzen. Angestrebt werde eine Angleichung von Löhnen und Pflegesätzen an den Bundesdurchschnitt. Die Stiftung Katholische Altenhilfe im Bistum Hildesheim begrüßt die Ankündigung der neuen Sozialministerin. „Niedersachsen ist in der Altenpflege das Schlusslicht der westdeutschen Länder. Das Diktat des Feilschens und Tauziehens um jeden Cent bei Pflegesatzverhandlungen ist unsäglich. Die immer klarer erkennbare Dominanz des Ökonomischen im Sozialen weisen wir zurück”, so Norbert Ellert, Geschäftsführer der Stiftung Katholische Altenhilfe im Bistum Hildesheim. Die Caritas sei in Niedersachsen der bestzahlende Arbeitgeber in der Altenpflege: „Pflegekräfte sind ihr Geld wert. Personal macht 70 % aller Kosten in der Altenpflege aus. Träger von Einrichtungen müssen ihr Personal refinanzieren können. Zugleich nehmen gut bezahlte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Arbeitsplätze aufgrund der unmittelbaren Arbeit für Menschen attraktiv finden, dem Fachkräftemangel in der Pflege die Spitze. Wer die Pflegesätze anhebt, beende zugleich den Pflegenotstand.” (Quelle: PM der Stiftung Altenhilfe Hildesheim, 03/2013)
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