Ausgabe 2_2013, Startseite IV
Altersbedingte Diskriminierung eines Stellenbewerbers
Eine öffentlich-rechtliche Krankenhausträgerin hatte in Zeitungsinseraten Nachwuchsführungskräfte gesucht. Ein 36-jähriger Bewerber erhielt auf seine Bewerbung eine Absage. Dies sah er als eine Benachteiligung wegen seines Alters an und verlangte eine Entschädigung. Sucht ein öffentlicher Arbeitgeber in einer an „Berufsanfänger” gerichteten Stellenanzeige für ein Traineeprogramm „Hochschulabsolventen/Young Professionells” und lehnt er einen 36-jährigen Bewerber mit Berufserfahrung bei einer Rechtschutzversicherung und als Rechtsanwalt ab, so ist dies ein Indiz für eine Benachteiligung dieses Bewerbers wegen seines Alters. Der Arbeitgeber trägt dann die Beweislast dafür, dass ein solcher Verstoß nicht vorgelegen hat. Er darf sich darauf berufen, dass der Bewerber aufgrund seiner im Vergleich zu den Mitbewerbern schlechteren Examensnoten nicht in die eigentliche Bewerberauswahl einbezogen worden ist, so das
Bundesarbeitsgericht (Urteil vom 24.01.2013, 8 AZR 429/11)
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