Ausgabe 4_2016, Startseite II
5. Symposion der Forschungsstelle für kirchliches Arbeitsrecht der Universität Tübingen
Die Forschungsstelle für kirchliches Arbeitsrecht der Universität Tübingen veranstaltet ein 5. Symposion am Freitag, den 21.10.2016, von 10 bis 16 Uhr in Stuttgart im Haus der Katholischen Kirche. Dabei wird es nicht um Arbeitsrecht im engeren Sinn, sondern um eine Weiterentwicklung der Dienstgemeinschaft in Richtung eines stringenten Governance-Konzepts gehen. Zwar werden Fragen ethisch reflektierter Führungskultur schon seit längerem in Caritas und Diakonie thematisiert, doch bleiben bislang rechtliche Konsequenzen aus. Loyalität ist aber keine Einbahnstraße und betrifft nicht nur Dienstnehmer, sondern bindet auch Dienstgeber. Das Symposion „Dienstgemeinschaft im 21. Jahrhundert – christliche Unternehmenskultur auf dem Prüfstand” soll daher der rechtsethischen und rechtspolitischen Frage nachgehen, wie es gelingen kann, kirchliche Einrichtungen nicht nur mit einem besonderen Arbeitsrecht, sondern auch mit einem besonderen „Unternehmensrecht” auszustatten und ihnen damit zu einem Profil zu verhelfen, das neue Glaubwürdigkeit für kirchliches Wirken im säkularen Umfeld des 21. Jahrhunderts schaffen könnte. Hierzu hält Prof. Michael Droege, Universität Tübingen, der über die Wettbewerbssituation auch im Non-Profit-Sektor forscht, das Eingangsreferat: „Die Kultur des Altruismus – Steuerliche Gemeinnützigkeit im Wettbewerb”. Danach wird Dr. Robert Bachert, Finanzvorstand des Diakonischen Werks Württemberg, über die dortigen Ansätze zur Verwirklichung einer stringenten Führungskultur berichten: „Corporate Governance als Teil eines werteorientierten Managements in der Diakonie”. Thomas Schwendele, Sprecher der Mitarbeiterseite der Zentral-KODA, reflektiert dann den „Stellenwert von corporate governance für die Mitarbeitervertretung”. Schließlich referiert Dr. Michael Rein, Rechtsanwalt bei CMS Hasche Sigle in Stuttgart, über „Arbeitsrechtliche Konsequenzen von Ethikrichtlinien im Unternehmen”. Eine Podiumsdiskussion mit erfahrenen Praktikern – u. a. Dr. Wolfgang Teske, Vorstand Diakonie Mitteldeutschland – rundet das 5. Symposion der Forschungsstelle ab.
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