Ausgabe 3_2013, Startseite 78
Prof. Dr.
Sonja
Sailer-Pfister
,
Vallendar
Überlegungen zur kirchlichen Dienstgemeinschaft aus der Perspektive einer „Theologie der Arbeit” und der Katholischen Sozialverkündigung
Wenn heute in der Öffentlichkeit über den kirchlichen Dienst diskutiert wird, erfolgt das überwiegend in einem negativen Kontext. Meist geht es um das Problemfeld Scheidung und Wiederverheiratung, wie in jüngster Zeit z. B. im Fall eines Kindergartens in Königswinter, Ortsteil Rauschendorf, dessen Leiterin gekündigt wurde, da sie mit einem neuen Lebenspartner zusammen gezogen ist. Aufgrund massiven Protests seitens der Elternschaft hat der Stadtrat von Königswinter der Katholischen Kirche den Trägerschaftsvertrag gekündigt, u. a. auch mit dem Argument, dass die Finanzierung des Kindergartens zu 100 % bei der Kommune liegt. Das Beispiel wird hier deshalb genannt, weil nicht nur die Lokalmedien darüber berichteten, sondern dieser Fall deutschlandweit diskutiert wurde und Wellen von Unverständnis und Empörung auslöste. Solche Diskussionen und Schwierigkeiten sind reichlich bekannt und auch nicht zu unterschätzen. Sie sorgen immer wieder für Negativschlagzeilen in den Medien und verursachen ein nicht unerhebliches Leid, so dass ein kritisches Hinterfragen des kirchlichen Dienstrechts mehr als berechtigt erscheint.
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