Ausgabe 1_2015, Startseite 8
Dr.
Norbert
Manterfeld
,
Berlin
Der Kirchengerichtshof der Evangelischen Kirche in Deutschland (KGH.EKD) hat entschieden, dass der Einsatz von Servicekräften in kirchlichen Krankenhäusern, die Patienten- und Stationsserviceleistungen erbringen, aber arbeitsvertraglich an ein anderes Unternehmen gebunden sind, mitbestimmungspflichtig ist und dem Grundsatz der Einheit der Dienstgemeinschaft widerspricht. Anders als im staatlichen Bereich soll es dem kirchlichen Arbeitgeber nicht freistehen zu entscheiden, ob Daueraufgaben mit eigenen Arbeitnehmern, über Dienst- oder Werkverträge oder mit Leiharbeitnehmern erledigt werden. Der folgende Beitrag stellt die Entscheidungen im Kontext der allgemeinen Diskussion um den Fremdpersonaleinsatz dar und unternimmt eine kritische Würdigung.
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