Ausgabe 1_2015, Startseite 15
Dr.
Pascal M.
Ludwig
,
Rechtsanwalt
,
Frankfurt am Main
Die beiden Großkirchen und ihre Einrichtungen sind unbestreitbar eine enorme wirtschaftliche Macht. Ihrem Sendungsauftrag entsprechend, sehen sie sich aber nicht als die „Global-Player”, die sie eigentlich sind, sondern üben höfliches Understatement. Dies zeigt sich nicht zuletzt in der Wahl der Rechtsform für kirchliche Unternehmungen. Obwohl bspw. der Caritas Dachverband (DCV) als der größte nichtstaatliche Arbeitgeber in der Bundesrepublik Deutschland gilt, ist er als eingetragener Verein organisiert. Auch die dem DCV angeschlossenen Verbände und Untergliederungen firmieren regelmäßig als eingetragener Verein. Es findet sich höchstens einmal eine gemeinnützige Gesellschaft mit begrenzter Haftung (gGmbH) darunter. Dieser Beitrag will untersuchen, ob die für international tätige europäische Unternehmen geschaffene Rechtsform der Europäischen Gesellschaft (Societeas Europea/SE) eine Alternative für die Unternehmungen der Kirchen sein kann.
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