Ausgabe 1_2013, Startseite 14
Bernd
Molzberger
,
Rechtsanwalt
,
Trier
Die allgemeine Lohnentwicklung macht vor den Toren der beiden deutschen Großkirchen nicht halt. D. h. nicht, dass man im Wohlfahrtssektor, in dem die den Kirchen zugeordneten Träger mit ihren Einrichtungen tätig sind, sowohl im evangelischen als auch im katholischen Einrichtungsbereich Nachholbedarf hinsichtlich des Lohnniveaus hätte – ganz im Gegenteil. In den unteren Lohngruppen verdienen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchaus über 10 % mehr als bei anderen Trägern, die bspw. in der Altenhilfe oder im Krankenhausbereich tätig sind. Ein katholisches Krankenhaus kann es sich aber auch im oberen Lohnsegment wegen des Ärztemangels nicht leisten, unterhalb des Marburger Bund/VKA-Tarifs zu zahlen. Der lohnpolitische Druck von außen lässt die Dienstnehmervertreter in den Bundeskommissionen sowohl auf evangelischer als auch auf katholischer Seite, wo doch die Regionalkommissionen letztlich über die Lohnhöhe innerhalb der Bandbreiten entscheiden, ruhiger werden und gelassener in die Zukunft schauen.
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