Ausgabe 4_2013, Startseite 131
Dipl.-Bw. (FH), Dipl.-Vw., Dipl.-Hdl.
Martin
Kronawitter
,
Untergriesbach
Eine aktuelle Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg vom 05.02.2013 könnte in steuerlicher Hinsicht eine Trendwende zu Ungunsten von Kirchengemeinden einläuten, obwohl im Streitfall „lediglich” über die Grunderwerbsteuerpflicht zu entscheiden war. Dass der Abschluss eines Kaufvertrages über ein mit Kapelle, Gemeindehaus, Pastorat und Kindergarten bebautes Grundstück als steuerbarer Erwerbsvorgang gem. § 
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Abs. 1 Nr. 1 GrEStG Grunderwerbsteuer auslöst, sollte nicht überraschen. Fraglich war allerdings, ob dieser Vorgang von der Steuerbefreiung nach § 
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Nr. 1 GrEStG erfasst ist. Dieser Vorschrift zufolge wird der Erwerb eines Grundstücks durch eine juristische Person des öffentlichen Rechts u. a. von der Besteuerung ausgenommen, wenn das Grundstück aus Anlass des Übergangs von öffentlich-rechtlichen Aufgaben von der einen auf die andere juristische Person übergeht und nicht überwiegend einem Betrieb gewerblicher Art dient.
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