Ausgabe 5_2013, Startseite 165
Dr.
Werner
Walk
,
Rechtsanwalt
,
Stuttgart
Anselm
Christiansen
,
Rechtsreferendar
,
Stuttgart
Das angestammte Tätigkeitsfeld der Caritas und kirchlicher Unternehmen, insbesondere die Pflege von Kranken und Alten, wird auch aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend von privaten Anbietern als Markt entdeckt. Dabei können diese Anbieter oft von geringeren Personalkosten profitieren und sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Das hohe Schutzniveau des deutschen Arbeitsrechts verhindert vielfach den Eingriff in das von regulären Arbeitnehmern erreichte hohe Niveau von Lohn und anderen Arbeitsbedingungen in kirchlichen Einrichtungen. Auch für kirchliche Träger ist daher der flexible Einsatz von Leiharbeitnehmern zunehmend zum Instrument der Personalplanung geworden. Dabei stellen sich zunächst die Probleme, die bei jedem Einsatz von Leiharbeitnehmern auftauchen, insbesondere Fragen zur Anwendbarkeit des Gesetzes zur Regelung der Arbeitnehmerüberlassung (AÜG) und seiner Anforderungen an Ent- und Verleiher. Weiter ergeben sich aber auch spezifische Probleme im Zusammenhang mit kirchlichem Arbeitsrecht, da der überlassene Arbeitnehmer regelmäßig kein Teil der Dienstgemeinschaft ist. Dieser Beitrag soll einige ausgewählte Aspekte und ihre Behandlung in Literatur, Rechtsprechung und Praxis beleuchten.
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