Ausgabe 4_2019, Startseite 116
Prof.
Klaus
Bepler
,
Berlin
Betriebsänderungen, wie sie in § 
111
BetrVG beschrieben werden, verändern die Betriebssubstanz grundlegend und betreffen damit auch die dort beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie sind vielfach mit einem Personalabbau verbunden. Dabei kann es für die weitere Existenz des Betriebs von wesentlicher Bedeutung sein, die Betriebsänderung unter Einschluss des Personalabbaus möglichst rasch umzusetzen. Auf der anderen Seite steht das Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass Eingriffe in die Betriebe, in denen sie durch ihre Arbeit ihre Existenz sichern, nicht ohne hinreichenden Grund und in einem angemessenen Verhältnis zu dem angestrebten Ziel stehen. Wenn sie denn erfolgen, sollen sie unter wesentlicher Abmilderung der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffenden Nachteile durchgeführt werden. Dem dienen die vom Gesetzgeber insbesondere in §§ 
111
,
112
BetrVG geschaffenen Verfahren. Der Beitrag beschäftigt sich vor diesem Hintergrund mit der Frage, ob ein Interessenausgleich mit Namensliste in Tendenzbetrieben und Einrichtungen der katholischen Kirche arbeitsrechtlich möglich ist.
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