Ausgabe 5_2020, Startseite 141
Der nachfolgende Beitrag skizziert die Entscheidungen des Kirchlichen Arbeitsgerichtshofs (KAGH) im Jahr 2019. In den Entscheidungen geht es thematisch zum einen um die Auslegung (neuerer) Vorschriften der Mitarbeitervertretungsordnung (MAVO): Ausgelegt werden § 26 Abs. 3 Nr. 10 Alt. 2 MAVO im Hinblick auf die Erstellpflicht einer nach Geschlecht unterscheidenden Bruttoentgeltliste (1.), die Alt- und Neufassung von § 1 a MAVO im Zusammenhang mit der Bildung von Einrichtungen (2.), § 7 Abs. 1 MAVO im Hinblick auf eine sechsmonatige ununterbrochene Tätigkeit in einer Einrichtung (3.). Zum anderen behandeln die Entscheidungen die Anzeigepflicht des Richters bei möglicherweise bestehenden Ablehnungsgründen gegen diesen (4.), die Auslegung der in der AVR Caritas verwendeten Begrifflichkeit „Psychiatrie” (5.), das Verhältnis der KAGO zum Prozessrecht des CIC (6.) sowie die Anwendbarkeit von § 2 Abs. 4 KAGO, wonach Normenkontrollverfahren vor Kirchlichen Arbeitsgerichten nicht stattfinden (7.)
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