Ausgabe 2_2016, Startseite 54
Angela
Schilling
,
Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht
,
Frankfurt am Main
§ 
84
Abs. 2 SGB IX sieht die Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements zur Vorbeugung gesundheitlicher Beschäftigungsrisiken vor, wenn ein Beschäftigter innerhalb eines Jahres mehr als sechs Wochen arbeitsunfähig war. Ziel des betrieblichen Eingliederungsmanagements ist es festzustellen, aufgrund welcher gesundheitlicher Einschränkungen es zu den bisherigen Ausfallzeiten gekommen ist und ob Möglichkeiten bestehen, sie durch bestimmte Veränderungen künftig zu verringern. Mit Hilfe des betrieblichen Eingliederungsmanagements kann das Dienst- oder Arbeitsverhältnis, z. B. durch eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes oder eine Weiterbeschäftigung auf einem anderen Arbeitsplatz, auf Dauer aufrecht erhalten und eine krankheitsbedingte Kündigung vermieden werden. Die gesetzliche Pflicht zur Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements zu diesem Zweck betrifft auch kirchliche Arbeitgeber, jedenfalls insoweit als § 
84
Abs. 2 SGB IX den Mitarbeitern individuelle Rechte zuweist. Der nachfolgende Beitrag stellt Voraussetzungen, Inhalt und mögliche Ergebnisse des betrieblichen Eingliederungsmanagements gemäß § 
84
Abs. 2 SGB IX unter Berücksichtigung der Besonderheiten im Bereich der katholischen Kirche dar.
Datenschutz