Ausgabe 5_2018, Startseite 145
Dipl.-Bw. (FH), Dipl.-Vw., Dipl.-Hdl.
Martin
Kronawitter
,
Untergriesbach
Sind von einer gemeinnützigen Körperschaft durchgeführte Wertpapiergeschäfte und der daraus resultierende Bezug von Zahlungen im Rahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs angefallen? Oder handelt es sich um Einnahmen aus nicht steuerpflichtiger Vermögensverwaltung? Im Fall eines professionellen Wertpapierhandels in Millionenhöhe kam das Hessische Finanzgericht zu diesen Fragen bei einer Körperschaft in einem Beschluss vom
17.08.2018 (4 V 1131/17)
zum Ergebnis, dass die Aktivitäten zur Förderung des gemeinnützigen Zwecks (Kunst- und Kulturförderung) deutlich in den Hintergrund getreten sind. Die Körperschaft verfolgt die gemeinnützigen Zwecke im Rahmen der tatsächlichen Geschäftsführung weder selbstlos i. S. d. § 
55
Abs. 1 Satz 1 AO noch ausschließlich i. S. d. § 
56
AO.
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