Ausgabe 1_2019, Startseite 23
Dipl.-Bw. (FH), Dipl.-Vw., Dipl.-Hdl.
Martin
Kronawitter
,
Untergriesbach
Die Finanzrichter aus Schleswig-Holstein waren mit der umsatzsteuerlichen Behandlung eines Betriebes „Betreutes Wohnen” dahingehend befasst, inwieweit die Seniorenmietverträge (Raumüberlassung und Betreuungsleistungen) sowie die Wahlserviceverträge (z. B. Speiseversorgung, Zimmerreinigung) als eigenständig anzusehen sind. Das ist vor der Prüfung von etwaigen Umsatzsteuerbefreiungen von Bedeutung. Mit Beschluss vom 29.01.2019 (
4 V 135/17
) kam das Finanzgericht zu dem Ergebnis, dass erstens alle Einzelleistungen separat zu betrachten sind und zweitens die Betreuungsleistungen, insbesondere ein Notruftelefonservice, als umsatzsteuerfrei eingestuft werden können, wohingegen die Wahlserviceangebote der Umsatzsteuer zu unterwerfen sind.
Datenschutz