Ausgabe 1_2019, Startseite III
RK Nordrhein-Westfalen: Anhebung der Vergütung für Praktikanten auf Niveau des TVAöD
Auf der Sitzung der RK Nordrhein-Westfalen am 19.03.2019 in Essen war die Anhebung der Vergütung für Praktikanten in der praxisintegrierten Fachschulausbildung zum Erzieher (PiA) oder zum Heilerziehungspfleger (HEP) in Nordrhein-Westfalen auf das Niveau des TVAöD Thema. Die Mitarbeiterseite hatte aus Konkurrenzgründen und zur Personalgewinnung einen Antrag zur Anhebung der Vergütung für Erzieherinnen und Heilerziehungspflegerinnen auf das Niveau des TVAöD eingebracht. Aus Sicht der Dienstgeberseite ist die PiA-Ausbildung schon bisher unzureichend refinanziert. Die Frage der Refinanzierung kann aber nicht einfach außer Acht gelassen werden. Die Dienstgeberseite weist auch darauf hin, dass Heilerziehungspfleger im TVAöD nicht tarifiert sind. Sollte der Antrag der Mitarbeiterseite beschlossen werden, so käme dies bei der PiA- und bei der HEP-Ausbildung zu Vergütungssteigerungen von 32,86 % im 3. Ausbildungsjahr. Beim Austausch über die Forderungen des Marburger Bundes zur aktuellen Tarifrunde für die Ärztevergütung stellte die Mitarbeiterseite ihre eigene Forderung bzw. die des Marburger Bundes vor. Zwischenzeitlich haben im Öffentlichen Dienst drei Tarifrunden stattgefunden und zuletzt wurde vom Marburger Bund das Scheitern der Verhandlungen erklärt. Es ist daher mit Arbeitskampfmaßnahmen zu rechnen. Die Mitarbeiterseite möchte bereits jetzt mit der Dienstgeberseite ins Gespräch kommen, insbesondere über Besonderheiten im Caritasbereich, z. B. für Ärzte in Anlage 2 und Anlage 30. Auch die Dienstgeberseite betont Besonderheiten im Caritasbereich aufgrund der vielen eher kleinen Häuser, z. B. im Zusammenhang mit den Forderungen zum Bereitschaftsdienst.
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