Ausgabe 6_2019, Startseite III
RK Ost: Angleichung der Ost-Gehälter an West-Niveau
Die RK Ost hat am 19.12.2019 in ihrer Sitzung in Berlin eine Lösung für die schrittweise Heranführung der Entgelte an das West-Niveau vereinbart. Demnach wird bis spätestens 2026 eine Angleichung der Vergütung für alle Beschäftigten der Caritas erreicht sein. Der Beschluss hatte für die Dienstgeber das primäre Ziel, Planungssicherheit über die tatsächliche Höhe der Vergütung und damit das Personalkostenbudget im Kontext der Refinanzierung in den Einrichtungen zu erreichen. Für die Mitarbeiterseite war wichtig, einen weiteren Schritt in der sukzessiven Angleichung an den Bundesmittelwert zu gehen. Im Rückblick beinhaltet dieser Beschluss für beide Seiten Risiken, je nach dem, wann ein neuer Bundesmittelwert feststeht. Es wurde darüber verhandelt, ob es für die Zukunft ein verändertes Verfahren geben kann, dass diese Risiken weiter minimiert. Im Ergebnis wurde der Bezug zum Bundesmittelwert auf dem 01.07. des Vorjahres verschoben. Dies bedeutet, dass die Vergütungshöhe zum 01.01.eines Jahres sich immer an der Höhe des Bundesmittelwertes am 01.07. des Vorjahres orientiert. Ferner wurde die Heranführung an den Bundesmittelwert, unterschiedlich in den Anlagen, so festgelegt, dass im Jahr 2026 der Bundesmittelwert in allen Anlagen erreicht ist. Im Gegenzug wird ein Aufschlag für die verspätete Wirkung der Erhöhungen zum Bundesmittelwert in 2021 von 2,1 Prozentpunkten und weiteren 0,4 Prozentpunkten ab 2022 für die Dauer der Laufzeit des Beschlusses bis 31.12.2027 gewährt. Das bedeutet z. B., dass eine Erhöhung des Bundesmittelwertes zum Oktober 2021 erst zum 01.01.2023 wirksam wird. Der dafür gewährte Ausgleich von 2,5 Prozentpunkten für die verzögerte Umsetzung der Erhöhung der Bundesmittelwerte entspricht in etwa dem Durchschnitt der Tariferhöhungen der letzten zehn Jahre. In diesem Zusammenhang wurde ein Ausgleich In Höhe von zwei zusätzlichen Urlaubstagen in 2020und einem Urlaubstag in 2021 vereinbart. Weiterhin soll die Weihnachtszuwendung an den Bundesmittelwert herangeführt werden, falls bis Mitte 2021 die Anlage 2 AVR nicht übergeleitet sein sollte. Bei der Höhe der Wochenarbeitszeit in allen Anlagen wurde die Kopplung an TVöD/VKA für die Laufzeit des Beschlusses vereinbart mit einem zeitlichen Versatz von mindestens sechs Monaten. Für Berlin wird eine entsprechende Regelung in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe erarbeitet. Für die Dienstgeber bedeutet dies einen sicheren Vorlauf von sechs bis 18 Monaten, um die Tariferhöhungen in den Refinanzierungen zu verhandeln.
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