Ausgabe 1_2018, Startseite III
Forderungen der Mitarbeiterseite für die Tarifrunde 2018/19
In einer ersten Reaktion bewerten die Dienstgeber in der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes e. V. die Forderungen der Mitarbeiterseite für die Tarifrunde 2018/2019 als wenig zukunftsorientiert. Der Mindestbetrag von 200 EUR, um den sich die Gehälter aller Berufsgruppen mindestens erhöhen sollen, führe bei den unteren Lohngruppen, die bei der Caritas sowieso schon überdurchschnittlich gut verdienten, zu überproportionalen Gehaltssteigerungen von bis zu 11 %, was die Einrichtungen und Dienste im Wettbewerb weiter benachteilige. Die Mehrkosten, die durch die geforderten 6 %, mindestens aber 200 EUR mehr Lohn auf die Dienste und Einrichtungen bundesweit zukommen würden, beziffert die Dienstgeberseite auf 1,6 Mrd. EUR. Zur Forderung der Mitarbeiterseite nach Abschaffung der sachgrundlosen Befristung verweist die Dienstgeberseite auf die derzeit noch ausstehenden Entscheidungen auf politischer Ebene. Hier gebe es einiges zu tun, nicht nur angesichts der großen Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel, dem Wunsch nach Flexibilität oder der Digitalisierung der Arbeitswelt.
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