Ausgabe 4_2018, Startseite III
Konzertierte Aktion Pflege („KAP”)
Die Caritas-Dienstgeber begrüßen in einer Erklärung vom 04.07.2018 das Engagement der Bundesregierung, mit der Konzertierten Aktion Pflege („KAP”) dem Personalmangel in der Pflege zu begegnen. Die Caritas-Dienstgeber können als führende Anbieter dazu viel beitragen. Allerdings ist es dabei wichtig, die arbeitsrechtlichen Anliegen der katholischen Kirche und ihrer Caritas bei den noch zu entwickelnden politischen Entscheidungen zu berücksichtigen. Die Caritas-Dienstgeber befürchten, dass ein allgemeinverbindlich erklärter Tarifvertrag, wie er immer wieder in der Diskussion ist, zur Norm für die Refinanzierung durch die Pflegekassen werden könnte. Die Dienstgeber der Caritas stünden damit zukünftig schlicht vor dem Problem, ihre Beschäftigten nicht mehr auf gewohnt hohem Niveau vergüten zu können. So verdient eine examinierte Pflegekraft bei der Caritas in der Regel zwischen 16 und mehr als 20 EUR pro Stunde – also mehr als der Durchschnittsverdienst von 14 bis 16 EUR in der Pflegebranche. Darüber hinaus werden Pflegekräfte bei der Caritas in der Altenhilfe gleich vergütet wie im Krankenhaus. Zudem erhalten sie eine betriebliche Altersversorgung. Vor diesem Hintergrund möchte sich die Dienstgeberseite konstruktiv weiter an der Diskussion beteiligen.
Datenschutz