Ausgabe 2_2016, Startseite III
Tarifrunde 2016: Vorstellungen der Mitarbeiterseite wirtschaftlich nicht tragbar
Die Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes lehnt die Forderungen der Mitarbeiterseite ab. Rund 1,4 Mrd. EUR zusätzliche Kosten kämen auf die Dienste und Einrichtungen zu, wenn die Gehälter der insgesamt 500.000 Beschäftigten um durchschnittlich 6 % und die Ausbildungsvergütung um 100 EUR pro Monat steigen würden. Die Caritas-Mitarbeiterseite hatte am 18.02.2016 bekannt gegeben, dass sie die Forderungen der Gewerkschaft ver.di für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen unterstützt. Neben höherem Entgelt und Anhebung der Ausbildungsvergütung wird der Verzicht auf sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen gefordert. Die Dienstgeberseite verweist nach ihrer Mitgliederversammlung am 25.02.2016, auf der auch über die anstehenden Tarifverhandlungen diskutiert wurde, darauf, dass zuletzt bereits verschiedene Tariferhöhungen erzielt wurden. So vereinbarte die Arbeitsrechtliche Kommission erst im Dezember 2015 für den Sozial- und Erziehungsdienst durchschnittlich 3,5 % mehr Gehalt. Zusätzlich 6 % sind für diesen Bereich vor diesem Hintergrund nicht vorstellbar. Darüber hinaus hebt die Dienstgeberseite hervor, dass im Rahmen der AVR bereits überdurchschnittlich gut bezahlt werde.
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